10 Jahre Ökumenische Hospizgruppe Balingen

Wie 1996 alles begann
Im Zuge der "Woche für das Leben", die 1996 unter dem Motto "Sterben als Teil des Lebens" stand, wurde unsere Gruppe auf Initiative der Diakonie, der Caritas sowie der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde Balingen gegründet. Inzwischen besteht die Hospizgruppe in Balingen aus mehr als 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schwerkranke und sterbende Menschen, aber auch deren Angehörige unterstützen.
Rund 1000 Stunden sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich im Einsatz.
Die Ökumenische Hospizgruppe Balingen wird seit Beginn von Pfarrer Christof Seisser und Birgit Schafitel-Stegmann geleitet. Unsere Gruppenabende sowie viele Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen finden in den Räumen des Senator-Kraut-Hauses in der Kirchlichen Sozialstation in Balingen statt.
Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum im Oktober 2006
Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens unserer Hospiz-Gruppe feierten wir vom 16.-19. Oktober unser Jubiläum. Der Auftakt der Feierlichkeiten fand am Montag im Rahmen eines ökumenischen Festgottesdienstes in der evangelischen Stadtkirche Balingen statt. Dabei würdigte Oberbürgermeister Dr. Edmund Merkel, Annegret Thierhoff vom diakonischen Werk Baden-Württemberg und Dr. Rolf Schlagenhauf die jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit der Gruppe.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Helmut Maier, Organist und Schatzmeister des Fördervereins und dem Querflötenchor "Fluting Girls" unter der Leitung von Christine Köhler.
Dienstag, 16. Oktober stand ganz im Zeichen visueller Medien. Die Filmemacher präsentierten persönlich den Gästen und Mitarbeitern der Hospizgruppe ihren 2003 gedrehten Film "Der Tod macht stille Leute" . Er befasst sich mit dem Tod und den Menschen und deren Umgang damit. Er ist keine Dokumentation und kein Spielfilm, sondern vielmehr eine Mischung aus beidem. Der Film zeigt Menschen, die unmittelbar vor dem Tod stehen oder "IHM" schon ganz nah begegnet sind.
Mehr Infos zum Film:
- Der Tod macht stille Leute
- Besprechung in der Videoecke der LAG Hospiz BW: Der Tod macht stille Leute
Am Mittwoch stand ein mit Spannung erwarteter Vortrag im Mittelpunkt: Im evang. Gemeindehaus in Balingen referierte Prof. Marckmann aus Tübingen zu dem Thema "In Würde sterben dürfen oder Lebensverlängerung um jeden Preis" (PDF, 202 kB). Die anschließend engagiert geführte Fragerunde zeigte, wie sehr unsere Gesellschaft an diesem Thema interessiert ist.
Prof. Georg Marckmann, MPH, studierte Medizin und Philosophie an der Universität Tübingen und Public Health an der Harvard Universität in Boston/USA. Seit 1998 lehrt und forscht er am Tübinger Institut für Ethik und Geschichte der Medizin. 2003 erfolgte die Habilitation für das Fach "Ethik in der Medizin".
Weitere Publikationen von Prof. Marckmann:
- Patientenverfügung (PDF; 136 kB),
- Lebensverlängerung um jeden Preis? (PDF, 206 kB) und
- Verdursten lassen oder leben dürfen? (PDF, 78 kB)
Am 19. Oktober feierten wir zum Abschluss der Jubiläumswoche in der Heilig-Geist-Kirche in Balingen einen ökumenischen Wort-Gottesdienst. Er wurde abgehalten von Pfarrer Franz Nagler (kath. Kirche) und von Pfarrer Christof Seisser (evang. Kirche).
Im Anschluss präsentierte Eduard Maass – Vorstand des Fördervereins der Hospizgruppe Balingen – die neue Hospiz-Doppel-CD "Jegliches hat seine Zeit".
Zur Premiere konnten die Besucher eine erste "Hör-Kostprobe" der CD genießen, die visuell unterrahmt wurde: Pfarrer Christof Seisser präsentierte parallel auf einer Großleinwand alle Teilnehmer: Musiker, Solisten und Sprecher der CD.
Zum Abschluss der Jubiläumswoche konnten alle Besucher und Mitarbeiter der Hospizgruppe im Foyer der Kirche bei einem Gläschen Wein den Abend gemütlich ausklingen lassen.





