Archiv aller Meldungen der Hospizgruppe Balingen

Das Projekt „Hospiz macht Schule” leistet wichtige Aufklärungsarbeit bei Grundschülern / Schulen sind jetzt gefragt

Kinder mit dem Thema Tod und Sterben nicht alleine zu lassen, ist das Ziel des bundesweiten Projekts „Hospiz macht Schule”. Ab kommendem Schuljahr gibt es das Angebot nun auch im Zollernalbkreis. Gemeinsam organisiert und umgesetzt wird die Projektwoche von den Hospizgruppen im Kreis.

Von Sören Stiegler 02.07.2019 - 19:00 Uhr

Balingen. „Ich wollte einfach nicht sterben. Ich wollte weiterleben. Und habe alles dafür getan”: Als Ilse Binder 2007 an Brustkrebs erkrankte hat sie den Kampf aufgenommen. Sie habe das Gefühl gehabt: Es ist noch nicht Zeit. Sie sagt, sie wollte wissen wie alles weitergeht, auch mit ihrem Sohn. Es ging weiter. Sie konnte die Krankheit besiegen. Seit einigen Monaten ist sie Oma. Und schon längere Zeit hilft sie Menschen dabei, Mut zu fassen, für das Lebensende. Ilse Binder ist seit fast elf Jahren ehrenamtliche Sterbegeleiterin.

Mit dem DRK-Glücksmomente-Auto besucht ein schwerkranker Junge einen Tag lang Tripsdrill

Von unserem Redaktionsmitglied Marie-Luise Schächtele, Heilbronner Stimme.

Soziales
In Zusammenarbeit mit dem DRK organisierte die Hospizgruppe Balingen für den 12-Jährigen aus Tailfingen eine Fahrt nach Tripsdrill, die für den Jungen zum unvergesslichen Erlebnis wurde.

Von Holger Much, Artikel mit freundlicher Genehmigung des Zollern-Alb-Kuriers

Vor kurzem legte die Medizinerin Barbara Gerhardt vor der Ärztekammer in Reutlingen die Prüfung zur Palliativmedizinerin ab und unterstützt nun auch von der medizinischen Seite her die Arbeit der Hospizgruppe Balingen. „Weil die meisten Sterbenden zuhause sterben wollen, will ich mithelfen, das zu unterstützen", so ist die Motivation der Ärztin, die in Balingen als Fachärztin für Allgemeinmedizin in einer Praxis angestellt ist. Im Jahr 2012 absolvierte sie einen Schulungskurs bei der ökumenischen Hospizgruppe Balingen und brachte sich seither schon mit Rat und Tat in der Hospizarbeit ein.

Das 5-tägige Projekt „Hospiz macht Schule“ möchte Schulkindern der 3. und 4. Klasse (8-10 Jahre) vermitteln, dass Leben und Sterben miteinander untrennbar verbunden sind. Für das Projekt qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen aus den Hospizgruppen des Zollernalbkreises bieten den Kindern in dieser Woche die Gelegenheit, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, die sie zu diesem Thema bewegen. Spielerisch und kreativ erleben sie in dieser Woche eine Auseinandersetzung mit Themen wie Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Tod und Sterben, traurig sein und trösten.

Am 19. Januar 2019 fand in der Stadthalle Balingen der erste Fachtag Hospiz für alle Hospizgruppen des Zollernalbkreises unter dem Thema „Übergänge“ statt. Der Fachtag richtete sich an die 120 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizgruppen Albstadt, Balingen, Hechingen und Messstetten und wurde von den Koordinatoren der Gruppen geplant und organisiert.

Mitarbeiter von Hospizgruppen aus Südwürttemberg tauschten sich in Balingen aus

Balingen. Die beiden Koordinatoren Silvia Häfele und Eduard Maass der ökumenischen Hospizgruppe Balingen luden am Dienstag zur Versammlung aller Hospizvorstände aus Südwürttemberg in den Balinger Bahnhof ein. Das Treffen des Landesverbands findet jedes Jahr in den verschiedensten Regionen statt.

Ökumenische Hospizgruppe Balingen leistet seit zwei Jahrzehnten wertvolle Arbeit

„Vieles wird wertvoller im eigenen Leben, wenn man dem Tod nicht ausweicht“, sagt Christof Seisser. Eduard Maass und Birgit Schafitel-Stegmann nicken. Alle drei sind überzeugte Hospizler seit 20 Jahren.

ROSALINDE CONZELMANN

Balingen. „Man bekommt einen anderen Blick auf das Leben“, ergänzt Eduard Maass. Er ist seit 2010 Koordinator der ökumenischen Hospizgruppe und zählt zu den Menschen der ersten Stunden. Birgit Schafitel-Stegmann und Pfarrer Christof Seisser haben die Gruppe gegründet und arbeiten seither mit Maass Hand in Hand.

Ausstellung in Kißlegger Volksbank beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit „Erbschaftsangelegenheiten“

Kisslegg sz Es ist eine besondere Ausstellung, die seit Montagabend der Schalterhalle und dem Treppenhaus der Volksbank-Filiale Glanz verleiht: 63 Exponate erzählen auf ganz unterschiedliche Art und Weise – mal erheiternd, mal nachdenklich – von ganz individuellen „Erbschaftsangelegenheiten“. Geschaffen wurde das Projekt vor zweieinhalb Jahren von der Künstlerin Silvia Häfele in Zusammenarbeit mit der Hospizgruppe Balingen und dem Hospiz- und Palliativverband Baden-Württemberg. Nun ist die Ausstellung auf Betreiben der örtlichen Hospizgruppe auch in Kißlegg zu sehen.