Archiv aller Meldungen der Hospizgruppe Balingen

Die Rechtsverordnungen zur Eindämmung der Coronapandemie wirken sich ganz konkret auf die Arbeit der Hospizgruppen im Land aus. Zum Schutz der Risikogruppen, die naturgemäß einen großen Anteil der Begleiteten in der Hospizarbeit ausmachen, können unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen nicht mehr vor Ort an den Sterbebetten und in den Familien Unterstützung leisten. Außerdem muss auch dem Schutz der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in der Hospizarbeit Sorge getragen werden.

Zwei Kurse mit 40 Teilnehmer/innen sind zwischen über unsere Hospizgruppe abgeschlossen worden. Durchgeführt wurden die beiden Kurse von Birgit Schafitel-Stegmann und Silvia Häfele. Die Resonanz der Teilnehmer/innen war durchweg sehr positiv. Das Interesse an einem weiterem Kursangebot ist groß und so werden neue Kurstermine angeboten werden. Sobald die nächsten Termine wieder geplant werden können, wird der Kurs erneut ausgeschrieben.

Hier einige Statments der Teilnehmer/innen:

Die Dritt- und Viertklässler der Schörzinger Grundschule beschäftigten sich im Rahmen von „Hospiz macht Schule“ eine Woche lang mit den Themen Leiden, Sterben und Tod.

Von Daniel Seeburger

Wie in jedem Jahr feierten die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der ökumenische Hospizgruppe Balingen gemeinsam im Haus Bittenhalde ihre Advents- und Jahresabschlussfeier. Nach dem Sektempfang eröffnete Pfr. Seisser aus der Leitung der ökumenischen Hospizgruppe den Abend mit einer kleinen Adventsandacht. Er dankte den ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen ganz herzlich für ihre aktive ehrenamtliche Bereitschaft, sterbenden Erwachsenen sowie auch sterbenden Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien in schwierigen und belastenden Situationen beizustehen. Pfr.

Wie in jedem Jahr fanden auch diesen Herbst bei schönstem Wetter wieder unsere Fortbildungstage für 45 Mitarbeiter/innen aus der ökumenischen Hospizgruppe Balingen in der ev. Tagungsstätte Haus Bittenhalde statt. Mit jährlich wechselnden Themen werden die Mitarbeiter/innen in ihrer ehrenamtlichen Arbeit bei sterbenden und trauernden Menschen weitergebildet und unterstützt. Für unser diesjähriges Fortbildungsthema „Rituale am Lebensende“ war Dr. Dieter Eckmann, kath. Seelsorger an den Unikliniken in Tübingen, als Referent zu Gast.

Nach einigen Monaten der Vorbereitung startet unser Projekt „Hospiz macht Schule“ im Februar und März 2020 an zwei Schulen im Zollernalbkreis. Mit der freundlichen Unterstützung der „Stiftung Mensch“ der Kreissparkasse Zollernalb konnten 18 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen die Schulung absolvieren und alle notwendigen Materialien angeschafft werden.

Es macht uns traurig, aber andererseits sind wir auch froh, dass Elmar Weis, der Vorsitzende unseres Fördervereins, so, wie er es gerne wollte, nämlich zuhause, schmerzfrei und im Kreise seiner Familie ruhig einschlafen konnte.

Dr. Elmar Weis wurde im Jahr 2017 zum neuen Vorsitzenden unseres Fördervereins gewählt. Durch seine Tätigkeit als Oberarzt im Krankenhaus Balingen war er mit dem Leiter der Hospizgruppe und früheren Krankenhaus-pfarrer Christof Seisser in engeren Kontakt gekommen und als Vorsitzender in der Nachfolge von Dr. Rolf Schlagenhauf in den Blick gekommen.

Jegliches hat seine Zeit:
geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit.
weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit …
aus Prediger/Kohelet 3

Nach langer Krankheit ist der Vorstandsvorsitzende unseres Fördervereins der ökumenischen Hospizarbeit in Balingen

Dr. med. Elmar Weis

Das Projekt „Hospiz macht Schule” leistet wichtige Aufklärungsarbeit bei Grundschülern / Schulen sind jetzt gefragt

Kinder mit dem Thema Tod und Sterben nicht alleine zu lassen, ist das Ziel des bundesweiten Projekts „Hospiz macht Schule”. Ab kommendem Schuljahr gibt es das Angebot nun auch im Zollernalbkreis. Gemeinsam organisiert und umgesetzt wird die Projektwoche von den Hospizgruppen im Kreis.

Von Sören Stiegler 02.07.2019 - 19:00 Uhr

Balingen. „Ich wollte einfach nicht sterben. Ich wollte weiterleben. Und habe alles dafür getan”: Als Ilse Binder 2007 an Brustkrebs erkrankte hat sie den Kampf aufgenommen. Sie habe das Gefühl gehabt: Es ist noch nicht Zeit. Sie sagt, sie wollte wissen wie alles weitergeht, auch mit ihrem Sohn. Es ging weiter. Sie konnte die Krankheit besiegen. Seit einigen Monaten ist sie Oma. Und schon längere Zeit hilft sie Menschen dabei, Mut zu fassen, für das Lebensende. Ilse Binder ist seit fast elf Jahren ehrenamtliche Sterbegeleiterin.